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Ausbildung

Über 400 Schülerinnen und Schüler haben sich informiert.
Rund 25 Unternehmen stellten sich vor.

Konzentrierte Gespräche in lockerer Atmosphäre über verschiedene Berufe: Das ist das Erfolgsrezept vom „Azubi-Speed-Dating“. Bereits zum zweiten Mal hatte das Wirtschaftsforum Westerstede in Zusammenarbeit mit der Robert-DannemannSchule ein solches Angebot organisiert–mit wachsendem Erfolg. An den rund 25 Tischen im Forum, an denen sich die Betriebe präsentierten, herrschte reger Andrang. Jeder hatte zehn Minuten Zeit für ein Gespräch. Manche Schülerinnen und Schüler hatten schon gezielte Vorstellungen, andere nutzten die Gelegenheit, sich unverbindlich zu informieren.

Felix (15) steht am Tisch der Ammerland-Klinik Schlange. „Da habe ich schon ein Praktikum gemacht. Der Beruf des Krankenpflegers würde mir gefallen“, erzählt der Realschüler. Aber auch eine Ausbildung zum Koch würde ihn reizen. Die Arbeitszeiten seien kein Problem für ihn. „Hauptsache, der Beruf macht Spaß.“

In der Gastronomie gibt es durchaus noch Bedarf, wie Tanja Voß vom gleichnamigen Hotel bestätigt. Nach dem ersten Speed-Dating im vorigen Jahr hat sie ein wachsendes Interesse bei den Jugendlichen registriert. „Einige haben danach immerhin ein Praktikum bei uns absolviert. Es bewegt sich was.“

Die Veranstaltung im Forum nutzen auch Vertreter der grünen Branche. „Bei uns ist es so, dass sich in erster Linie Schüler bewerben, die schon Einblick in das Berufsfeld hatten. Hier können wir auch andere erreichen und Imagepflege betreiben“, unterstreicht Christina Kühnel, Ausbildungsleiterin bei der Baumschule Bruns. Fünf Ausbildungsplätze als Baumschulgärtner stünden zur Verfügung. „Langfristig werden wir Probleme haben, Stellen zu besetzen“, vermutet sie. Dabei sei der Beruf sehr reizvoll, Pflanzenkunde sei ebenso gefordert wie technisches Wissen.

Ein „Imageproblem“ habe seine Branche, betont Geschäftsführer Michael Bieder von der Bieder Haustechnik GmbH. „Vielen ist einfach nicht bewusst, wie breit unser Spektrum ist. Dabei gehört der Umgang mit hochwertigen Badarmaturen ebenso dazu wie mit computergestützten Gebäudesystemen. Hier haben wir schon viele gute Gespräche geführt“, erklärt er. Nach der Ausbildung bestehe dann die Möglichkeit, sich zu spezialisieren.

Aus Sicht einer Auszubildenden im dritten Lehrjahr wirbt Stefanie Cordes für den Beruf der Friseurin bzw. des Friseurs am Stand des CitySalons Ela. „Der Beruf ist sehr kreativ und abwechslungsreich. Mir macht es viel Spaß, mit Menschen umzugehen, und man hat immer etwas anderes zu tun.“

Bei der Deutschen Telekom stehen die Jugendlichen Schlange. Kommunikationstechnik, das finden viele interessant. Der 15-jährige Erik beispielsweise will sich informieren. „Natürlich könnte man sich die Infos auch anderswo holen. Aber hier hat man mehrere Angebote und bekommt einen Überblick. Ich finde es gut, dass die Schule so etwas anbietet.“ Das bestätigt auch der gleichaltrige Steffen. „Hier kann man ein lockeres Gespräch führen. Das ist eine gute Sache.“

Veranstaltungstipp

Chance: Azubi
im Dannemann-Forum

15.03.2016
18:00 - 20:00 Uhr